Chinatown – San Franciscos fernöstliche Seite
Wie in vielen amerikanischen Städten, gibt es auch in San Francisco viele asiatische Einwanderer, so dass das Viertel bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Das Viertel umfasst insgesamt 24 Häuserblocks und zählt rund 80.000 Einwohner. Es zählt damit zu den größten Chinatowns in den USA.
In diesem Gebiet halten sich auch viele illegale Einwanderer auf, die hier ihr Geld in chinesischen Restaurants und Geschäften verdienen. Heute ist Chinatown eine der Attraktionen San Franciscos, und viele Besucher fühlen sich von dem regen Treiben in den Straßen angezogen. Wer die asiatische Küche liebt, der ist hier genau richtig, denn hier reiht sich ein Restaurant an das andere. Die Preise sind recht günstig, auch in den vielen asiatischen Läden. Früher gab es hier oft Streitereien zwischen einzelnen rivalisierenden Gangs, die 1977 ihre Höhepunkt in einer Schießerei fanden, bei der fünf Menschen getötet wurden.
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Chinatown wurde 1850 gegründet, beim großen Erdbeben im Jahr 1906 jedoch fast komplett zerstört. In der Bush Street liegt der offizielle Zugang zur Chinatown, das Dragon Gate. Faszinierend ist die typisch asiatische Architektur der Häuser
und die kleinen chinesischen Tempel. Einige der Tempel können auch besichtigt werden. In der Waverley Street befindet sich der Tin-How-Tempel, der auch von Nichtbuddhisten täglich zwischen 10 und 16 Uhr besichtigt werden kann. Das touristische Zentrum von Chinatown ist die Grand Avenue, doch das wahre Zentrum ist Stockton Street, die weniger überfüllt und auf den Tourismus ausgelegt ist. Zwischen Mitte Januar und Mitte Februar wird in Chinatown das Neujahrsfest gefeiert, welches von einer prächtigen Parade und einem Feuerwerk begleitet wird. In Chinatown fühlt man sich fast wie auf einem anderen Kontinent, dass man sich mitten in Amerika befindet, ist kaum zu glauben.