Inseln der San Francisco Bay

Sonntag, 28. September 2008 23:25

Angel Island ist die größte Insel in der Bucht von San Francisco. Das Naturschutzgebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen, so dass hier vor allem an den Wochenenden viel los ist. Die vielen Grünflächen laden zum Grillen und zum Picknick ein. Es wurden viele Wanderwege angelegt, so dass man sich auf der Insel auch sportlich betätigen kann. Der größte Teil der Insel ist bewaldet, sogar eine Herde Rotwild lebt hier. Auch Waschbären, Seelöwen und zahlreiche Vogelarten sind auf der kleinen Insel beheimatet. Im 19. Jahrhundert wurde die Insel für militärische Zwecke genutzt, es wurden auch Indianer gefangen gehalten. Später wurden chinesische Einwanderer auf der Insel in Quarantänestationen untergebracht, während des Zweiten Weltkrieges brachte man dann deutsche und italienische Kriegsgefangene auf das Eiland.


(c)GiRom|Pixelio.de

(c)GiRom|Pixelio.de

Die höchste Erhebung auf der knapp drei Quadratkilometer großen Insel ist mit 240 Metern der Mount Livermore. Von seiner Spitze aus hat man eine atemberaubende Aussicht über die Bucht, San Francisco und die nähere Umgebung. Angel Island erreicht man mit der Fähre, die Fahrt geht dann vorbei an der Gefängnisinsel Alcatraz. Auf dieser Insel lag das berüchtigtste und sicherste Gefängnis der Welt, welches man heute noch besichtigen kann. Es galt als nahezu ausbruchssicher, und deshalb wurden hier zahlreiche Schwerverbrecher verwahrt, und sollten zu besseren Menschen umerzogen werden. Das Gefängnis wurde dann auch Kostengründen im Jahr 1963 geschlossen und dient seither nur noch als Touristenattraktion. Die Insel war Schauplatz zahlreicher Hollywood-Filme und Romane.

Treasure Island ist 2,3 Quadratkilometer groß und ist über einen Landenge mit der Yerba Buena Insel verbunden. Im Gegensatz zu Yerba Buena Island ist Treasure Island eine künstlich angelegte Insel. Zur Aufschüttung wurde hauptsächlich der Schutt, welcher während des schweren Erdbebens 1906 entstanden ist, verwendet. Rund 1.400 Menschen leben auf der Insel, die in den nächsten Jahren umgestaltet werden soll. Yerba Buena Island ist eine kleine, felsige Insel, auf welcher der Highway durch einen Tunnel verläuft. Die Insel befindet sich genau zwischen den beiden Teilstücken der Oakland Bay Bridge, und dient somit als natürlicher Stützpfeiler.


Thema: San Francisco | Kommentare (0)

Cable Car Bahn - Das einzige Verkehrsmittel unter Denkmalschutz

Sonntag, 28. September 2008 23:21

Eines der berühmtesten Verkehrsmittel in der Metropole San Francisco ist die Cable Car Bahn. Jeder Besucher der Stadt sollte sich eine Fahrt mit diesem legendären Verkehrsmittel gönnen. Die Cable Car Bahn ist inzwischen zu einem Markenzeichen der Stadt geworden, denn sie existiert bereits seit 1873 in San Francisco. Heute gibt es noch drei Linien, welche Besucher durch die steilen Straßen von San Francisco befördern.


Ende des 19. Jahrhunderts waren rund 600 solcher Cable Cars in Betrieb, so dass Pferdekutschen nahezu von den Straßen der Stadt verbannt wurden. Auf den steilen Straßen gab es häufig Unfälle, da die Pferde den steilen Anstieg nicht ganz schafften, und die Kutschen dann rückwärts den Hang hinunter rollten. Die Idee für die Cable Cars stammt aus dem Bergbau, wo solche Wagons bereits früher in den Goldminen eingesetzt wurden. Mit den Cable Cars konnten nun auch sehr hoch gelegene Stellen erreicht werden, was auch die Ausdehnung der Stadt begünstigte. Im Jahr 1964 wurden die Cable Cars von San Francisco sogar unter Denkmalschutz gestellt, als einziges Verkehrsmittel auf der ganzen Welt.

Die Powell-Hyde-Line in der Market Street und fährt bis zur Fisherman’s Wharf.Diese Linie ist sehr überlaufen, denn während der Fahrt hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Gefängnisinsel Alcatraz und die Golden Gate Bridge. Fast die gleiche Strecke fährt die Powell-Mason-Line, sie ist jedoch längst nicht so überlaufen, weil die Strecke auch nicht ganz so spektakulär ist. Den geringsten Andrang gibt es bei der dritten Linie, der California-Line, welche von der Market Street bis zur Van Ness Avenue fährt. Bei der Powell-Mason- und der Powell-Hyde-Line muss teilweise mit einer Wartezeit von bis zu einer Stunde gerechnet werden. Wer die Fahrt also richtig genießen möchte, der sollte sich für die California-Line entscheiden. Die Cable Cars fahren jeden Tag zwischen 6 und 1 Uhr im Viertelstundentakt. Die Tickets erhält man entweder an einem Ticketautomaten oder direkt beim Schaffner.


Thema: Sehenswürdigkeiten | Kommentare (0)

Alcatraz - Gefängnistrakt ohne Entkommen

Sonntag, 28. September 2008 22:58

Alcatraz gehört sicher zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in San Francisco, denn die Insel ist weltberühmt. Das Gefängnis auf der Insel war einst das sicherste Gefängnis in den ganzen USA. Seinen Namen erhielt die Insel bereits im 16. Jahrhundert, als sie von den Spaniern entdeckt wurde. Da auf der Insel viele Pelikane brüteten, gab man ihr den Namen „Alcatraz”, was „Pelikan” heißt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten die Amerikaner die Insel in der Bucht von San Francisco als Stützpunkt für die Armee. Hier wurden über 100 Kanonen stationiert, um den Hafen von San Francisco vor Feinden zu schützen. Während des amerikanischen Bürgerkrieges wurde die Festung dann als Militärgefängnis genutzt, und während des Zweiten Weltkrieges inhaftierte man hier Wehrdienstverweigerer.


Zwischen 1933 und 1963 war es dann das berüchtigtste Gefängnis der Vereinigten Staaten, denn hierher wurden Häftlinge aus dem ganzen Land verlegt. Es waren nie mehr als 250 Gefangene in Alcatraz untergebracht, denn die Schwerverbrecher sollten hier lernen sich zu bessern, damit sie wieder in andere Gefängnisse verlegt werden konnten.

Die meisten Gefangenen verbrachten hier etwa 10 Jahre in völliger Abgeschiedenheit, mit kaum Kontakt zur Außenwelt. Es gab kein Fernsehen, keine Zeitung und kein Radio, der Alltag war total eintönig, so dass die Insassen sich sogar um Arbeit rissen. Besonders gefürchtet war die Isolationshaft in einer Einzelzelle, die jeden Gefangenen erwartete, der sich nicht an die Regeln des Gefängnisses hielt.

Ein Ausbruch aus dem Gefängnis war fast unmöglich, da auf jeden Häftling drei Wärter angesetzt waren, es in der Bucht Haie gibt und die Strömung und die eiskalte Wassertemperatur zusätzlich abschreckten. Im Jahr 1963 erhielten die letzten Angestellten ihr Kündigungsschreiben und das Gefängnis wurde geschlossen, da die Kosten einfach nicht mehr tragbar waren. Berühmt wurde die Gefängnisinsel auch durch den Film „Flucht aus Alcatraz” mit Clint Eastwood. Heute sind die Insel und das Gefängnis für Besucher geöffnet. Die Alcatraz Cruises fahren die Insel täglich zwischen 9 und 16 Uhr an. Abfahrt ist am Pier 33 im Fisherman’s Wharf, allerdings sollte man sich möglichst früh am Morgen dort einfinden, da die Fahrten schnell ausgebucht sind.


Thema: Sehenswürdigkeiten | Kommentare (0)

Geschichte - Von der Siedlung zum Goldrausch

Sonntag, 28. September 2008 22:53

Eigentlich war die Basis für die Entstehung von San Francisco ein Navigationsfehler, denn eigentlich wollten die Spanier im Jahr 1769 Missionen und Forts in San Diego und Monterey errichten. Sie landeten jedoch in der Bucht des heutigen San Franciscos und wurden dort von den Ureinwohnern begrüßt. Die Spanier betrachteten diese als billige Arbeitskräfte und ließen im Jahr 1776 ein Fort errichten. Ein Stück weiter südlich entstand die Mission Dolores, das älteste noch erhaltene Gebäude San Franciscos. Die Kleine Ansiedlung wuchs in den folgenden Jahren kaum, und erst 1834 kamen die ersten Anglo-Amerikaner nach Kalifornien. Wo bis dahin nur Zeltstädte aufgebaut waren, entstand im Jahr 1835 das erste Holzhaus, der Ort Yerba Buena war gegründet. Einige Jahren später kam es zum Krieg zwischen den Mexikanern und den Vereinigten Staaten, und im Jahr 1846 wurde Yerba Buena von den Amerikanern eingenommen, welche es zwei Jahre später in San Francisco umbenannten.


Zu dieser Zeit wurde in der Nähe Gold gefunden, so dass es immer mehr Menschen in dieses Gebiet zog. 1850 zählte San Francisco bereits 50.000 Einwohner, fast 90 Prozent davon waren Männer. Richtige Wohnhäuser gab es damals noch nicht, doch jede Menge Vergnügungseinrichtungen wie Bordelle, Spielhöllen und Saloons. Das viele Gold lockte auch Gauner und Diebe an, die Kriminalität war extrem groß. Mitte des 19. Jahrhunderts kam der nächste Boom, denn in Nevada wurde Silber gefunden. Viele Menschen kamen zu großem Reichtum und einige davon schlossen sich zusammen, um eine Eisenbahnlinie zu realisieren. Als billige Arbeitskräfte wurden rund 15.000 Chinesen eingesetzt, die zu Zeiten des Goldrausches nach Kalifornien gekommen waren.

In der Folge entstand die erste Eisenbahnverbindung zur Ostküste der Vereinigten Staaten. Im Jahr 1906 erschütterte ein gewaltiges Erdbeben die Stadt und zerstörte große Teile von San Francisco. Viele Menschen wurden obdachlos und der Wiederaufbau nahm einige Jahre in Anspruch. Während des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1945, wurden die Vereinten Nationen im Hafen von San Francisco gegründet. In den 60er Jahren nahm die Flower-Power-Phase in der amerikanischen Metropole ihren Lauf. Heute ist San Francisco eine der wichtigsten Städte der USA und zählt über 800.000 Einwohner.


Thema: San Francisco | Kommentare (0)

Impessum