Japantown

In der Weltstadt San Francisco leben Menschen aus vielen verschiedenen Nationen, darunter sind auch zahlreiche Japaner. Die meisten Japaner haben sich dann über die ganze Stadt verteilt, doch ähnlich wie die Chinesen, haben auch die Japaner einen eigenen Bezirk in der amerikanischen Metropole. Allerdings leben nur etwa vier Prozent der japanischstämmigen Amerikaner tatsächlich in Japantown, das auch Nihonmachi genannt wird.

Nachdem die Japaner während des Weltkrieges Pearl Harbor angegriffen hatten, wurden in San Francisco alle Japaner festgenommen und in ein Lager gebracht. Nach ihrer Rückkehr in die Stadt waren ihre alten Wohnhäuser inzwischen anderweitig vergeben. Im Grunde ist Japantown nicht wirklich spektakulär und das farbenfrohe Treiben von Chinatown wird man hier auf jeden Fall vermissen, da grauer Beton hier vorherrscht.

Dennoch lohnt sich ein kurzer Abstecher nach Japantown, auch wenn dieser Bezirk mittlerweile nur noch wenige Häuserblöcke umfasst. In der Nähe der Post befindet sich das auffälligste Gebäude des Viertels, das Japancenter mit einer Friedenspagode, die von Japan gestiftet wurde. Der Gebäudekomplex wurde im Jahr 1968 fertiggestellt und umfasst neben einigen Restaurants noch ein paar Geschäfte, Hotels und Kinos.

Wer japanisches Flair erleben möchte, der sollte sich die Buchanan Mall ansehen, denn diese wurde wie ein japanisches Dorf aufgebaut mit mehreren kleinen Häuschen und einem schönen Brunnen. Im April geht es in Japantown ungewöhnlich turbulent zu, denn dann feiern die Japaner das traditionelle Kirschblütenfest.

In Japantown hält sich der Tourismus in Grenzen, da das Viertel in vielen Reiseführern kaum Beachtung findet. Der Bezirk fasziniert eigentlich erst auf den zweiten Blick, anfangs mag es wie ein riesiges Shopping-Center wirken. Auch wer die japanische Küche mag, sollte sich unbedingt nach Japantown begeben, denn hier gibt es zahlreiche empfehlenswerte Restaurants.

Foto: thinkstockimage
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